Wichtiges für Wohnungseigentümer

Auf der Suche nach einem neuen Hausverwalter stellt sich für
die Gemeinschaft die Frage, auf welche Kriterien besonders geachtet
werden muss. Es gibt keine pauschale Antwort. Als grobe Orientierung
sollen folgende Punkte dienen:
1. Größe des Objekts:
Große Eigentümergemeinschaften mit umfangreichem Gemeinschaftseigentum
(Aufzugsanlage, Schwimmbad, etc.) sind in der Regel besser aufgehoben
bei einem großen Verwaltungsunternehmen, eventuell mit eigener
Rechtsabteilung. Kleinere Gemeinschaften haben oft das Problem,
dass größere Verwaltungsunternehmen kein Interesse an
Übernahme der Verwaltung haben. Wenn überhaupt, dann wird
oft über nachlässige und unpersönliche Verwaltung
geklagt. Dies ist in gewisser Weise sogar nachvollziehbar, ist doch
der Ertrag durch kleinere Einheiten nicht besonders hoch, die Kosten
der größeren Verwaltungsfirma müssen aber erwirtschaftet
werden.
Wir dagegen als kleineres Unternehmen sehen uns potentielle Objekte
vorher genau an. In der Regel machen wir vor Angebotsabgabe eine
Begehung mit dem Verwaltungsbeirat oder dem anfragenden Eigentümer.
Alle unsere Kunden kennen wir persönlich, jedes Haus mit seiner
Geschichte ist uns bestens bekannt.
2. Qualität des Verwaltungsunternehmens:
Fragen Sie nach der Qualifikation! "Hausverwalter" ist
keine geschützte Berufsbezeichnung, jeder kann sich so nennen!
Oft kommen gute Verwalter aus der Bank- oder Versicherungsbranche,
kennen sich aus mit Immobilien, Finanzierung, Geldanlagen und im
Umgang mit Menschen.
3. Erreichbarkeit:
Hausverwalter sind oft unterwegs. Sie können in der Regel
Ihr Anliegen der Sekretärin mitteilen oder eine Nachricht auf
Band hinterlassen. Wichtig ist, dass dann auch ein zeitnaher Rückruf
erfolgt!
Können Sie den Verwalter auch außerhalb der Bürozeiten
erreichen? Dies ist rechtlich nicht zwingend nötig, da Sie
als Eigentümer in Notfällen auch selbst für Abhilfe
sorgen dürfen, aber trotzdem kann es von Vorteil sein, wenn
der Verwalter unbürokratisch auch Samstags zu sprechen ist.
4. Zuverlässigkeit:
Hier müssen Sie sich leider überraschen lassen. Sollten
Sie ein ungutes Gefühl im Gespräch mit dem Bewerber haben,
dann entscheiden Sie sich für ein anderes Unternehmen!
5. Kosten:
Die sorgfältige Verwaltung eines Objekts macht sehr viel mehr
Arbeit "hinter den Kulissen", als der Eigentümer
sieht. Wer zu Dumpingpreisen anbietet, kann langfristig auch nicht
seriös arbeiten. Zur Zeit nimmt die Zahl der selbst ernannten
Hausverwalter ohne Qualifikation sehr stark zu. Diese
Kollegen berechnen zwar eine teilweise lächerlich
geringe Verwaltergebühr, aber durch Missverwaltung und andere
Dinge kann ein erheblicher Schaden entstehen, also Vorsicht vor
Billigheimern!
Ideal ist, wenn Sie bereits im Angebot einen umfangreichen Vorschlag
eines Verwaltervertrags erhalten. Von pauschalen Aussagen wie der
Angabe einer Monatsgebühr ohne detailliertere Aufschlüsselung
muss gewarnt werden.
6. Sonstiges:
Manche Verwalter bieten Ihnen auch ein Muster ihrer Arbeit an.
Bei uns ist dies selbstverständlich. Auch bieten wir bei Verwaltungsübernahme
eine Probezeit an.
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